Abenteuer Allrad 2016

Abenteuer Allrad – das ist DER Treff für Overland-Reisende schlechthin. Im vergangenen Jahr waren wir nicht in Bad Kissingen. Nicht, weil wir den Termin verpasst hätten, sondern weil wir einfach noch keine Overland-Reisenden waren. Das ist inzwischen vorbei und deswegen war die Abenteuer Allrad in diesem Jahr Pflichttermin.

Abenteuer Allrad 2016

Zusammen mit Nik und AWo sind wir im Mini-Konvoi schon am Mittwoch Nachmittag angereist. Weil, man soll ja früh da sein, um ein möglichst nettes Plätzchen zu ergattern. Die Idee hatten wohl so einige. Denn trotz der Anreise am Vortag der Messe-Eröffnung lag unser Platz, an dem wir uns mit den Landyfriends treffen wollten, so ziemlich in der hinterletzten Ecke des Campgrounds direkt an der Saale. Letztlich tat die Lage unseres Parkplatzes dem ganzen Wochenende keinerlei Abbruch. Ganz im Gegenteil: da hinten war relativ wenige Durchgangsverkehr. Obwohl: Der ein oder andere hatte sich hierhin doch eher verfahren und musste dann mit dem Bulldog wieder rückwärts rausgezogen werden. „Ganz hinten“ war nur in einer Hinsicht schlecht: Die Dixie-Klos. Davon gab es deutlich zu wenige, in unserer Ecke nur vier. Und die waren auch relativ schnell voll. Voll und abgelegen von der nächsten geteerten Straße, dass sie offensichtlich nicht mehr geleert werden konnten. Wie mein Vater hie und da zu sagen pflegt: „Eigener Herd ist Goldes wert, eigenes Klo ebenso!“. Für uns also die beste Chance, unsere mobile Toilette auf Herz und Nieren zu testen. Vom Ergebnis möchte ich hier aber lieber schweigen. Nur soviel: Gut, dass es sie gibt :-)

Zurück zur Abenteuer Allrad: Über 60.000 Besucher sollen da gewesen sein. Über 1.200 Fahrzeuge auf dem Campground. Unglaublich. Das sind inzwischen Dimensionen … Auf der Messe tummeln sich allerlei Anbieter vom Fahrzeugausrüster (z. B. Nakatanenga oder gmb) über Reiseanbieter bis hin zu Fahrzeugbauern. Letztere waren – zumindest gefühlt – klar in der Überzahl. Natürlich können (bzw. müssen) sich Anbieter von Reisemobilen der Preisklasse um 250.000 Euro (u. a. Bliss Mobil oder Excap) die größten Stände leisten. Kleiner Anbieter gehen da dann leider schnell unter. So haben wir zum Beispiel keinen Stand gefunden, an dem wir uns mit Wasserkanister eindecken konnten. Aber alles in allem ist die Auswahl schon Ehrfurcht erregend!

„Nimm kein Geld mit!“

Nimm kein Geld mit!„, hat der Dietmar vorher noch leicht süffisant zu mir gesagt. „Nimm bloß kein Geld mit!„. Schon bei unserem ersten Besuch auf der Messe am Donnerstag sind wir nicht weit gekommen, ohne Geld auszugeben. Klar, das war auch Sinn der Sache. Auf Messen gibt es häufig Messepreise und man kann kräftig sparen. So sind wir endlich zu den begehrten Oztent-Stühlen gekommen. Den „Oztent King Goanna“ gibt es tatsächlich nicht bei Amazon zu kaufen … und auf der Abenteuer & Allrad musste der einzige Händler, der die Stühle verkauft hat auch schon am ersten Messetag nachschauen, ob er noch zwei übrig hat. Kurzum: Wir haben sie. Und wer einmal darin gesessen hat, der weiß, warum die Stühle so beliebt sind!

Was wir während der Messe ergattert haben:

  • 2x Oztent King Goanna Campingstühle
  • 1 Wassersack Schweizer Armee (20 Liter)
  • 1 Duschschlauch für den Wassersack (von Wasserziege.ch)
  • Staufach für den Defender von gmb (siehe Foto)

Bei den Stühlen und dem Staufach haben wir im Vergleich zu den normalen Preise echte Schnäppchen gemacht. Allein dafür hat sich die Anreise gelohnt – und damit waren dann auch die Spritkosten wieder drin.

Sooo viele nette Leute

Richtig gelohnt hat sich die Abenteuer Allrad aber nicht nur wegen der Einkäufe, sondern vor allem wegen der vielen netten Leute. Wir haben so viele nette und tolle Gespräche geführt, Freunde und Bekannte wieder getroffen und neue Freunde gefunden … das hat echt richtig viel Spaß gemacht. Und wir haben so viele Tipps bekommen, was wir (vielleicht) noch für unsere Reise gebrauchen könnten. Boah … wir sind ein bisschen geflashed!

Schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist. Wir hatten kaum die Gelegenheit, uns mit allen zu treffen, die wir treffen wollten. Weil man sich ja doch an jeder Ecke verquatscht und fachsimpelt und ratscht. So morgens um halb sieben auf dem Weg zum Dixie. Da kommt mir jemand mit der Aufschrift „Prudhoe Bay“ entgegen. Klar, dass ich die Chance genutzt habe, um mir ein paar Tipps für die letzte (offizielle) Etappe unserer Route zu holen. Und so wird aus einem „ich geh mal schnell zum Klo“ auch gerne mal ein einstündiger Ausflug.

Die Zeit verging viel zu schnell! Schade, dass wir nicht alle treffen konnten oder gefunden haben. Aber es war ja nicht das letzte Treffen. Wir finden schon noch ein paar Gelegenheiten!

Unser Fazit zur Abenteuer Allrad: Echt was los in Bad Kissingen. Wir haben die Zeit sehr genossen. Und selbst, wenn wir beim nächsten Mal nichts kaufen „müssen“, glaube ich, dass sich die vier Tage auf dem Campground allein wegen der vielen Begegnungen echt lohnen. Auf die Messe könnten wir (nach unseren Einkäufen) sogar verzichten. Abenteuer Allrad, wir sehen uns wieder! Sicherlich nicht 2017 und wahrscheinlich auch nicht 2018. Aber sobald wir wieder zurück sind, kommen wir auch wieder nach Franken!

Wer sich fragt, was es mit den Bildern aus Oberschleichach auf sich hat: Oberschleichach ist quasi direkt um die Ecke und ein Teil meiner Heimat. Natürlich haben wir die Chance für einen kleinen Abstecher genutzt, ein bisschen „Family Business“ und ein bisschen Zenglein.

Unsere Videos von der Abenteuer Allrad 2016

3 Kommentare
    • Tobias
      Tobias sagte:

      Es hat ein bisschen gedauert, bis ich Dich zuordnen konnte. Aber Dank Google-Bildersuche und eindeutigem fahrbaren Untersatz … „Gegenüber“ war wörtlich gemeint …
      Viele Grüße zurück!
      Tobias

      Antworten

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  1. […] Bericht von Michaela und Tobias (http://www.panamericana.de), nach dem Lesen fiel mir ein dass ich u…. Leider habe ich es nicht getan. Unsere Einkäufe ähneln sich […]

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