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Impfung für Südamerika
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Reise-Impfungen für Süd- und Mittelamerika

Impfungen sind für die Reise nach Süd- und Mittelamerika ein absolutes Muss! Mal abgesehen von den mehr oder minder angenehmen Krankheiten, die vor Ort lauern und durch das ein  oder andere Viech übertragen werden können, schadet es natürlich auch nicht, die auch in Deutschland üblichen Impfungen zu wiederholen bzw. aufzufrischen.

Impfplan

Je nachdem, wie lange die letzte Impfung her ist, sollte man sich auch richtig viel Zeit nehmen. Für meine Impfungen haben wir (der Arzt und ich) fast ein halbes Jahr eingeplant. Nicht, weil das soviel Spaß macht. Viel mehr, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können. Ich würde zunächst eine Impfberatung empfehlen. Ob das jetzt beim Arzt ist oder bei einem Tropeninstitut passiert, ist fast egal. Mir war wichtig, dass mein Arzt selbst reiselustig ist und Impfungen für ihn nicht nur graue Theorie sind. Bei der Impfberatung wird dann – nach einem Blick in Euren Impfausweis – ein Impfplan erstellt. In diesem wird festgelegt, wann welche Impfung erfolgen muss.

Impfkosten und die Krankenkasse

Eigentlich übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Reise-Impfung. Zwar sind die Krankenkassen nicht dazu verpflichtet, die Kosten für Reiseimpfungen zu übernehmen; viele Kassen haben die Reiseimpfungen aber in ihren freiwilligen Leistungskatalog aufgenommen. Da Impfungen durchaus ins Geld gehen können, lohnt es sich ein Anruf bei der Krankenkasse auf jeden Fall. Die Impfstoffe für meine Impfungen kosten satte 593,- Euro. Dazu kommen noch die Arztkosten. Werden die Kosten von der Krankenkasse nicht übernommen, kann man die Impfstoffe auch in einer niederländischen Versandapotheke kaufen. Meine Medikamente sind dort rund 120,- Euro günstiger.

Meine private Krankenkasse übernimmt die Kosten für alle Vorsorgeimpfungen, die für die jeweiligen Länder laut Robert Koch-Institut vorgesehen sind. Der freundliche Kundenberater gab mir deswegen den Tipp, die Impfungen jeweils als Vorsorge-Impfungen vom Arzt ausweisen zu lassen. Dann übernimmt die Krankenkasse auch alle Kosten.

Notwendige Impfungen

  • Cholera
  • Diphterie
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Malaria
  • Meningitis
  • Polio
  • Tetanus
  • Tollwut
  • Typhus

Gelbfieber-Impfung ist obligatorisch. Denn ohne eine nachgewiesene Gelbfieber-Impfung kommt man gar nicht erst nach Südamerika. Wir müssen die Gelbfieber-Impfung schon vier Wochen vor der Verschiffung bei der Reederei einreichen. Besonderheit: Gelbfieberimpfungen dürfen nur an offiziellen, von der WHO genehmigten Impfstellen durchgeführt werden. Diese Bestimmung erklärt sich durch die extreme Empfindlichkeit des Impfstoffes. Wenn man also nicht zu mehreren verschiedenen Stellen oder Ärzten zum Impfen gehen möchte, dann sollte man vorher klären, ob der Wunscharzt eine offizielle Gelbfieber-Impfstelle (Übersicht Gelbfieber-Impfstellen) ist.

Auf die Malaria-Prophylaxe werden wir verzichten. Die Medikamente Malaron oder Malarex werden sowohl zur Vorsorge, als auch zur Behandlung genutzt. Man könnte nun während der gesamten Reisedauer jeden Tag Medikamente nehmen oder eben erst im Krankheitsfall. Unser Arzt hat uns zu letzterem geraten, der sog. Standby-Medikation. Beim geringsten Anzeichen von Malaria sofort Malarex nehmen und sich vor Ort in ein Krankenhaus begeben. Da Malaria sich wie eine Grippe anfühlt, können die ersten Anzeichen also schon Kopfschmerzen oder leichtes Fieber sein. Wenn dem so ist: Runter mit den Tabletten und ab in die Behandlung.

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